Eine wirkliche Koranübersetzung aus dem Arabischen in andere Sprachen ist nach Ansicht islamischer Theologen unmöglich, da jede Übersetzung zugleich eine Interpretation beinhaltet. Im Koran heißt es zu mehrdeutigen Versen: „Er ist es, der die Schrift auf dich herabgesandt hat. Darin gibt es (eindeutig) bestimmte Verse (w. Zeichen) - sie sind die Urschrift - und andere, mehrdeutige...“ (Sure 3, Vers 7 Übersetzung Rudi Paret). Daher wird das Studium des Koran im arabischen Originaltext empfohlen.
Das Wort „Koran“ hat – je nach Gebrauch – zwei Bedeutungen. Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet „der Koran“ den Text an sich, auch in seinen Übersetzungen. Für viele Moslems hingegen ist das Wort „Koran“ oder „Qur'an“ reserviert für den arabischen Urtext; eine Übersetzung ist so automatisch nicht mehr der Koran. Eine Übersetzung wird von ihnen als „Erläuterung des Qur'an-Textes“ oder „Bedeutung des Koran“ bezeichnet. Dies kann beim Leser, der einen Korankommentar oder eine Übersetzung sucht, zu Irritationen führen.
Bearbeiten Geschichte der Übersetzung
In Europa wurde der Koran erst durch eine lateinische Übersetzung bekannt, die der cluniazensische Abt Petrus Venerabilis 1143 von dem Engländer Robert von Ketton, dem getauften Juden Petrus Alfonsi, dem Mönch Hermann von Carinthia und dem Sarazenen Mohammed in Spanien anfertigen ließ. Diese Übersetzung wurde erstmals 1543 in Basel gedruckt. Es handelt sich aber genau genommen um eine sehr freie Übertragung und teilweise stark zusammenfassende Paraphrasierung des Originaltextes. Sie diente als Vorlage für Übersetzungen ins Deutsche, Niederländische und Italienische.
1616 erschien in Nürnberg die erste deutsche Koranübersetzung von Salomon Schweigger, auf 267 Seiten. Sie trug den Titel Alcoranus Mahumeticus, das ist: Der Türcken Alcoran, Religion und Aberglauben und war eine Übersetzung aus dem Italienischen, die wiederum auf der lateinischen Übersetzung beruhte.
Erst im Jahre 1647 erschien die erste Übersetzung in das Französische. Der Übersetzer, André du Ryer († 1688), hatte lange Zeit als französischer Konsul in der Levante gelebt. Er zog für diese Version auch muslimische Korankommentare hinzu.
Eine weitere bedeutende Übersetzung erschien 1698 in Padua durch den Pater Ludovico Marracci (1612–1700). Seine Ausgabe enthält den arabischen Text mit einer lateinischen Version nebst Anmerkungen zum Textverständnis und einer Zurückweisung (refutatio) aus römisch-katholischer Sicht. Marracci, übrigens Beichtvater von Papst Innozenz XI., musste sich gegen den Einwand wehren, dass bereits Papst Alexander VII. es verboten hatte, den Koran zu drucken oder in andere Sprachen zu übersetzen.[1] Maraccis Übersetzung wurde 1703 von David Nerreter (1649-1726) ins Deutsche übertragen.
Auf deutsch kam 1746 eine weitere Übersetzung heraus, die von Theodor Arnold angefertigt worden war. Dies war eine Übersetzung der englischen Übersetzung von George Sale (1697–1736) von 1734. Von Bedeutung ist sie, weil Johann Wolfgang Goethe sie für den West-östlichen Diwan verwendete.
Eine erste deutsche Übersetzung direkt aus dem Arabischen erstellte David Friedrich Megerlin (1699–1778) 1772 unter dem Titel Die türkische Bibel, oder der Koran neben einem Kupferstich von Mahumed, der falsche Prophet. Goethe bezeichnete sie öffentlich als „elende Produktion“. Megerlin ging es darum, den Koran als „Lügen- und Fabelbuch“ zu entlarven. 1773 kam die Übersetzung des Quedlinburger Hofpredigers Friedrich Eberhard Boysen heraus, die 1828 vom Orientalisten Samuel Friedrich Günther Wahl überarbeitet wurde. Alle diese bisherigen Übersetzungen ins Deutsche spiegelten stark die Vorbehalte der Kirche wider.
1798 versuchte Johann Christian Wilhelm Augusti (1772–1841) in dem von ihm herausgegebenen Auszug aus dem Koran die poetische Wirkung des Originals zu erhalten. Hierfür fertigte er seine Übersetzung in fünffüßigen Jamben an. Mehr Erfolg hatte der Wiener Orientalist Josef von Hammer-Purgstall, ein Lehrer Goethes wie von Friedrich Rückert (s. u.), dessen Auswahlübersetzung 1888 als bisher bester Versuch gilt, den poetischen Charakter des Originals nachzuahmen.
Die Ahmadiyya-Bewegung brachte Koran-Übersetzungen in vielen verschiedenen Sprachen heraus. Der Übersetzung steht der arabische Originaltext gegenüber. Von ihr stammt auch die erste von Moslems angefertigte Übersetzung ins Deutsche, vom Imam der Berliner Moschee Maulana Sadr-ud-Din 1938 veröffentlicht. Sie wurde 1964 nachgedruckt, konnte sich allerdings gegen die 1954 erschienene neue Übersetzung der Ahmadiyya nicht durchsetzen.
Der erste Moslem deutscher Muttersprache, der den Koran übersetzte, war Ahmad von Denffer 1996. Eine deutschsprachige Übersetzung, die auch den arabischen Text und gleichzeitig zu jedem Vers eine Auswahl aus wichtigen, auf Deutsch übersetzten Kommentaren bringt, wurde von einer Gruppe deutschsprachiger Musliminnen unter Leitung von Fatima Grimm unter dem Titel Die Bedeutung des Koran 1997 herausgegeben. Eine weitere Übersetzung aus dem moslemischen Umfeld stammt von Amir Zaidan (s. u.).
Wissenschaftliche Übersetzungen gab es im 20. Jahrhundert es unter anderem von Lazarus Goldschmidt (1916), Max Henning (1901), Rudi Paret und Adel Khoury (siehe unten).
Im Jahr 2008 erschien zum ersten Mal in der Geschichte eine Überzetung für Kinder. Das Werk mit dem Titel "Der Koran für Kinder und Erwachsene" wurde von Lamya Kaddor und Rabeya Müller angefertigt, kommentiert und herausgegeben. Das Werk stellt in zweierlei Hinsicht ein weiteres Novum dar: Erstens haben die beiden Autorinnen die Koranverse thematisch sortiert, zweitens haben sie den Text mit traditionellen islamischen Miniaturen illustriert. Für den Spiegel [2] handelt es sich um eine "ziemlich revolutionäre Tat in der islamischen Welt". Der schwer zugängliche Offenbarungtext, erhält mit diesem Buch erstmals eine inhaltliche Struktur, die es auch Laien ermöglicht, die Erzählungen des Korans in chronologischer Abfolge zu lesen. Zudem wurde ein einfaches und leicht verständliches Deutsch gewählt. "Kaddors Kinderkoran tritt in einem liberalen und menschenfreundlichen Gewand auf", schreibt DIE ZEIT[3].
Bearbeiten Charakteristiken der Übersetzungen
Hartmut Bobzin nennt den Koran ein „sprachliches Kunstwerk besonderer Art“ (S. 7).
Bearbeiten Rückert
Friedrich Rückert versuchte, die Sprachkunst des Korans zu zeigen und die poetische Form wiederzugeben. Gleiche Reimendungen von zwei Ayat entsprechen bei Rückert gleichen Reimendungen in seiner Übersetzung, wobei sich die Reimwörter allerdings nicht immer entsprechen (können).[4]. Murad Wilfried Hofmann schreibt in seinem Vorwort zur überarbeiteten Henning-Übersetzung: „Welche Übersetzung könnte den Reiz seiner Bilder, seine rhetorische Wucht, die Dynamik seiner Alliterationen, oder doch wenigstens seinen Endreim und seine Reimprosa adäquat wiedergeben? - Friedrich Rückert hat es mit großem Können versucht. Das Ergebnis wirkt gleichwohl wie Knittelverse.“ (S. XIV) Ein Beispiel:
„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
Sprich: Gott ist Einer,
Ein ewig reiner,
hat nicht gezeugt und ihn gezeugt hat keiner,
und nicht ihm gleich ist einer.“– Koran, Sure 112 al-Ichlas: Übersetzung von Friedrich Rückert
Bearbeiten Henning
Unter dem Namen Max Henning erschien 1901 eine Übersetzung bei Philipp Reclam jun. in Leipzig. Die Originalübersetzung wird von Islamwissenschaftlern durchaus geschätzt. Die „bewunderte Nähe zum Original“, von der Murad Wilfried Hofman spricht, können Islamwissenschaftler jedoch nicht sehen.
Bearbeiten Henning/Hofmann
Weit verbreitet ist eine Bearbeitung der Übersetzung Hennings von Murad Wilfried Hofmann, die auch von deutschen Muslimen, besonders wenn es um Werbung für den Islam geht, gerne benutzt wird. In diese Übersetzung fließen jedoch viele Interpretationen Hofmanns ein. Diese entschärfen den Koran besonders an Stellen, die für das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen brisant sind. Insgesamt interpretiert diese Übersetzung den Koran in einer Weise, dass er etwas liberaler als in anderen Übersetzungen wirkt.
Bearbeiten Paret
Wissenschaftliche Standardübersetzung ist die im Jahr 1966 erstmals herausgegebene Ausgabe von Rudi Paret (abgekürzt Paret). Bobzin nennt sie die „philologisch nach wie vor am besten begründete [...] Übersetzung“ (Vorwort zu Bobzin 2004). Übersetzung und Kommentar richten sich an philologisch bewanderte Akademiker. Parets Kommentar und Konkordanz (1971) liefern nicht unbedingt für Laien verständliche Hilfen zum Koranstudium, wohl aber fundierte Parallelstellen und Übersetzungsvarianten.
„Parets Übersetzung ist deshalb von Bedeutung, weil sie erstmals vollen Ernst mit dem Gedanken macht, dass man den Koran als historisches Dokument aus sich selbst interpretieren muss. Paret hat daher den ganzen Koran systematisch auf Parallelstellen durchforscht und diese neben dem Material einheimischer Kommentare ausgewertet. Der Form nach ist die Übersetzung in ein leicht kommentierendes Gewand gekleidet, und zwar dergestalt, dass dem Leser durch Klammerzusätze verschiedenen Umfanges über den sprachlichen Ausdruck hinaus das Gemeinte deutlich gemacht wird.“
– Helmut Gätje: Koran und Koranexegese[5]
Bearbeiten Khoury
Adel Theodor Khoury schrieb aus diesem Grunde im Vorwort seiner Übersetzung: „Bei den bisher gebräuchlichen deutschen Ausgaben des Korans vermissen die Muslime oft ein ausreichendes Einfühlungsvermögen in ihr Denken. Sie werfen ihnen vor, zumeist ihrem Koranverständnis nicht zu entsprechen. Auch wird von den christlichen Gesprächspartnern an die Muslime immer dringender die Frage nach einer 'authentischen' deutschsprachigen Version des Korans herangetragen, [...]“ (S. IX). Diesem Anliegen will Khoury mit seiner Übersetzung Rechnung tragen, die er zusammen mit Muhammad Salim Abdullah anfertigte. Es existiert dazu auch eine vielbändige wissenschaftliche Ausgabe, in der neben Übersetzung und Urtext auch ein umfangreicher Kommentar eingebunden ist. Adel Khoury, dessen Ausgabe sehr gut zu lesen ist, gab sowohl in seiner Übersetzung als Anhang als auch als eigenes Buch (Khoury, "So sprach der Prophet", GTB Siebenstern 785, 1988; ISBN 3-579-00785-8) eine Auswahl an Hadithen heraus (neben umfangreicher Sekundärliteratur zum Verhältnis von Muslimen mit Christen).
Bearbeiten Ahmadiyya
„Die erste deutsche, für Muslime herausgegebene Koranübersetzung (1938) stammte von Maulana Sadr-ud-Din (gest. 1981), dem damaligen Imam der Wilmersdorfer Moschee, die zu einer in Lahore ansässigen Minderheit der Ahmadiyya-Bewegung gehörte; [... sie wurde] weitgehend von der Übersetzung der Ahmadiyya-Mehrheitsbewegung verdrängt; (die) kam unter dem Namen von Mirza Bashir-ud-Din Mahmud Ahmad erstmals 1954 (seither mehrfach neubearbeitet, zuletzt von Mirza Tahir Ahmad, 1989).“ (1999, S. 121f )
Bearbeiten Azhar / Maher
Prof. Bobzin schreibt dazu:
„Im Auftrag der Azhar-Universität übersetzte der ägyptische Germanist Moustafa Maher den Text neu (Kairo 1999).“
– Der Koran. 5. Auflage. Beck, München 2004, S. 122.
Die Übersetzung Mahers ist in gutem zeitgemäßen Deutsch verfasst und flüssig zu lesen.
Bearbeiten Zaidan
Über die Übersetzung des Moslems Amir Zaidan schreibt Bobzin: „Völlig neue Wege schlägt die Übersetzung von Amir Zaidan ein (Offenbach 2000), der viele zentrale theologische Begriffe in ihrer arabischen Form stehenlässt, wie beispielsweise Iman für 'Glaube' oder Taqwa für 'Gottesfurcht'.“ (S. 122) Zaidan schreibt selbst in der Einleitung seiner Übersetzung über den „neue(n) Ansatz im Umgang mit der islamischen Terminologie, nämlich die Verwendung nicht-übertragbarer islamischer Fachbegriffe als Fremdwörter, wie beispielsweise Iman, Din, Schirk, Kafir oder Wali. Ich erachte diese Methode für unabdingbar, um einer Entstellung des quranischen Inhaltes und der quranischen Botschaft vorzubeugen. Schließlich findet diese Methode auch in anderen Wissenschaftsdisziplinen wie Informatik (englische Nomenklatur) oder Medizin (lateinische Nomenklatur) ihre berechtigte Anwendung.“ (S. 17) Als Begründung führt er an:
„So heißt es beispielsweise in meiner Erläuterung von (4:144): 'Ihr, die den Iman verinnerlicht habt! Nehmt euch die Kafir nicht als Wali anstelle der Mumin!' Ignoriert man nun die eigentliche Bedeutung dieses Begriffs Wali: ...„Eine Person/Umma als Wali zu nehmen“ heißt dieser Person/Umma die größtmögliche Priorität vor allen anderen Personen/Umam einräumen. Muslime pflegen mit der eigenen islamischen Umma die engste, innigste und intensivste Beziehung, sowohl im rationalen als auch im emotionalen Bereich.[6] und verwendet das hier völlig unpassende Wort 'Freund' für 'Wali', [...] dann liest sich die 'Übersetzung' folgendermaßen: Ihr Gläubigen, Nehmt euch die Ungläubigen nicht als Freunde anstelle der Gläubigen!' Nach dieser Übersetzung erscheint es, als sei es den Muslimen nicht gestattet, Nicht-Muslime zu Freunden zu nehmen. Dies ist eindeutig falsch!“
Bearbeiten Goldschmidt
1916 veröffentlichte der Orientalist Lazarus Goldschmidt in Berlin eine Übersetzung, die bis heute gedruckt wird.
Bearbeiten Bubenheim & Elyas
Der edle Quran und die Übersetzung seiner Bedeutungen in die deutsche Sprache
Übersetzung: Scheich Abdullah as-Samit, Frank Bubenheim und Dr. Nadeem Elyas
Hrsg. Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Suud
Verlag: König-Fahd-Komplex zum Druck des Quran
1. Auflage 2002[7]
Bearbeiten Kaddor / Müller
Der "Koran für Kinder und Erwachsene" von Lamya Kaddor und Rabeya Müller ist sicherlich die bislang umstrittendste Übersetzung. Sie stößt sowohl bei konservativen Muslimen als auch bei Islamkritikern auf Missfallen. Die einen prangern den Eingriff in das dem Glauben nach unabänderbare Wort Gottes an, weil die Autorinnen erstmals die Abfolge der Verse und Suren thematische arrangiert haben, und sie monieren die erstmalige Verwendung von Bilder in einem Korantext - Stichwort: Bilderverbot. Die anderen reiben sich an der Auswahl der Verse, die umstrittene Themen wie Kopftuch oder Heiliger Krieg aussparen. Kaddor/Müller haben nicht dem gesamten Text übersetzt, sondern nur Auszüge. Ähnlich wie bei Kinderbibeln geht es den Autorinnen nach Darstellung der Süddeutschen Zeitung um eine Hinführung zu den Ursprüngen und Quellen des Glaubens, der Schönheit und der Möglichkeiten, die in einer Religion wohnen. Ziel der beiden ist es, den Leser an das komplizierte Original heranzuführen. Entsprechend wird links der arabische Originaltext und rechts dessen deutsche Entsprechung angeboten. Matthias Drobinski von der Süddeutschen zieht das Fazit, der Kinder-Koran sei nicht nur ein Gewinn für Kinder, er öffne auch interessierten Laien Zugänge und Wege, und mache neugierig auf mehr.[8]
Die Verwendung von Abbildung, die die Propheten inklusive des Religionsstifters Muhammad - z.B. friedlich neben Jesus auf zwei Pferden daherreitend - zeigen, wird mit pädagogischen Überlegungen begründet. So sei es unumgänglich, ein solches Werk zum besseren Verständnis gerade jüngerer Leser zu illustrieren, erklärt Kaddor.[9] Allerdings wurden dafür keine modernen Zeichnungen benutzt, sondern die Autorinnen haben klassische islamische Miniaturen aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit ausgewählt. Das heißt, die Urheber der Bilder waren selbst Muslime. Nach Meinung des Deutschlandradios Kultur ein kesser Kunstgriff und eine kluge Weise, sich dem Bilderverbot zu widersetzen, geschickt und mutig zugleich.[10] In ihrem Buch weisen Kaddor/Müller explizit darauf hin, dass es sich bei den Bildern nicht um eine Provokation handele. Sie raten daher, Eltern und Pädagogen sollten bei der Lektüre mit Kindern und Jugendlichen auf die Frage eines möglichen Bilderverbots im Islam eingehen. [11]
Der Text ist in einfachen Worten gehalten. Er versucht nicht die altertümliche Sprache des Korans nachzuahmen, wie es viele ältere Übersetzungen tun. Es handelt sich allerdings nicht um eine Paraphrasierung des Textes. Kaddor/Müller haben sich bemüht, möglichst nahe am Original zu bleiben. Die [Welt am Sonntag] charackterisiert das Werk als ein gut verständliches und geordnetes Lesebuch mit unverkennbar liberal-muslimischer Handschrift.[12] Nach den jeweiligen Kapiteln folgt stets ein kurze Zusammenfassung in eigenen Worten und eine Erläuterung der zuvor übersetzten Passagen.
Das Buch enthält zwölf thematische Kapitel, die die zu erwartenden Abhandlungen über Gott, Schöpfung, Mitmenschen, Propheten oder Paradie und Hölle umfassen. Heraus sticht jedoch ein eigenes Kapitel über Vorbildliche Frauen im Koran. Darin werden Maryam, die biblische Maria Mutter Jesu, und Balqis, die Königin von Saba vorgestellt.
Nach Angaben des Verlages C.H.Beck war die erste Auflage nach nur einer Woche ausverkauft.
Bearbeiten In Arbeit befindliche poetische Übersetzungen
Alle drei nachstehenden Koranübersetzer möchten neben einer philologisch zuverlässigen, gut lesbaren Übersetzung auch eine sprachlich schöne, poetische Übersetzung liefern.
Bearbeiten Bobzin
Wie im Vorwort seines Koranlesebuchs zu lesen, erscheint Hartmut Bobzin die Rückertsche Koranübersetzung an vielen Stellen nicht mehr ohne weiteres verständlich, so dass der deutsche Text Friedrich Rückerts schon einer Erläuterung bedürfe. So ist bei Bobzin der Gedanke entstanden, eine eigene Koranübersetzung zu beginnen. Bobzin weist in seinem Vorwort auch die gängige muslimische Meinung zurück, nur ein Muslim könne den Koran übersetzen.
Hartmut Bobzin hat eine ganze Reihe von Übersetzungsproben in seinem "Koranlesebuch" sowie im Buch "Josef in Ägypten" vorgestellt; nach Verlagsangaben ist mit der vollständigen Veröffentlichung im Laufe des Jahres 2009 zu rechnen.
Bearbeiten Weidner
Auch Stefan Weidner hält in einem FAZ-Artikel vom 19. Mai 2007 die Rückertsche Koranübersetzung für veraltet und stellt die These auf, dass sich der Koran Nichtmuslimen nur als Dichtung erschließt, und darum als Dichtung übersetzt werden muss. [13] Ein solches Projekt habe heute mehr Erfolgschancen denn je, zumal das heutige Europa ein offeneres Verständnis von Dichtung hätte als je eine Epoche zuvor. Während der Koran nach der gemeinen muslimischen Auffassung eine eigene Literaturgattung darstellt und höher gestellt ist als Dichtung und Prosa, möchte Weidner ein Werk wie den Koran unter die moderne Vorstellung von Dichtung subsumieren. Sein Projekt der Koranübersetzung begreift den Koran folglich als Poesie im Sinne des offenen poetischen Konzepts der Moderne.
Die Übersetzung Stefan Weidners sollte ursprünglich im Herbst 2008 unter dem Titel „Der Koran - Der Gesang“ in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Angelika Neuwirth im Verlag der Weltreligionen erscheinen, dieser Termin ist jetzt auf 2010 verschoben worden. Weitere vorab veröffentlichte Übersetzungsproben finden sich in dem Buch "Die Minze blüht in der Minze".
Bearbeiten Heilgenlay
Auf seiner Webseite [14] veröffentlicht das Pseudonym Jamaluddin Heilgenlay seine fortlaufende poetische Koranübertragung unter dem Titel „Der Edle Koran in schönem Deutsch“. Sein Hauptanliegen ist es, die gewaltige Sprachmacht des arabischen Originals auch im Deutschen erlebbar zu machen. Kriterien seiner Übersetzungsarbeit sind Werktreue, Authentizität, sprachpoetische Schönheit und Originalität. Er versucht, die Assonanzen am Ende der Koranverse auch ins Deutsche zu übertragen. So folgt die Sure 1 auf der Startseite mit ihrem Reimschema -em, -en dem Original mit den Assonanzen -im, -in.
Die Übersetzung Jamaluddin Heilgenlays wird in zehn Teilen erscheinen, der zehnte Teil (Suren 58 bis 114) nach seiner Auskunft wahrscheinlich 2009.
Bearbeiten Vorzüge der verschiedenen Übersetzungen
Bobzin zitiert in seiner Einführung teils aus Rückert, um die poetische Schönheit des Korans zu zeigen, teils aus Henning und übersetzte teils selbst. Er wies dazu auch noch auf die Qualität der Übersetzung von Paret. Daraus kann man ersehen, dass es sehr stark davon abhängt, zu welchem Zweck man eine Übersetzung braucht.
Für den interessierten Laien wäre von den hier genannten Übersetzungen aus den oben genannten Gründen Paret möglicherweise weniger gut geeignet. Ebenso stellt Zaidan, exemplarisch für andere Übersetzungen von Moslems für Moslems, seine Sichtweise in seiner Übersetzung dar (die durch die arabischen Fachwörter auch nicht einfach zu lesen ist). Rückerts Übersetzung ist schön, aber Erstlesern nicht zu empfehlen, denn Rückert hat viele Stellen ausgelassen und musste Kompromisse zwischen Texttreue und Poesie machen.
Weit verbreitet ist die Übersetzung von Henning/Hofmann. Der ehemalige Botschafter Murad Wilfried Hofmann, ein zum Islam konvertierter Deutscher, hat den Koran an solchen Stellen entschärft, die das Verhältnis des Islam zu Nichtmuslimen betreffen. Daher wird diese Übersetzung von Moslems gerne empfohlen. Verbreitet ist auch die Übersetzung von Khoury, eines im Libanon geborenen christlichen Theologen. Er hat in seiner Übersetzung versucht, Texttreue und Lesbarkeit zu vereinen; seine auch als Taschenbuch erhältliche Übersetzung ist damit auch gut zu lesen und bietet durch die Übersetzung einiger Hadithen im Anhang weitere Informationen.
Eine gute Übersetzung ist mit einer Einleitung und erläuterndem Kommentar versehen. Dennoch ist es interessierten Laien anzuraten, zusätzlich eine Einführung in den Koran zu lesen, beispielsweise das recht überschaubare Buch von Hartmut Bobzin. Schließlich handelt es sich beim Koran um einen sehr alten Text, der in einem bestimmten historischen und kulturellen Kontext entstanden ist.
Bearbeiten Gegenüberstellung der Übersetzungen
Für die Gegenüberstellung wurde die berühmte Sure 97 gewählt.
Bearbeiten David Friederich Megerlein 1772
Des Alkurans 97stes Capitel, betitult:
Die Nacht der Allmacht (Alkadar).
Es ist von Medina, und hat 5 Verse.
Im Nahmen Gottes, des barmherzigsten Erbarmers.
- Gewiß, wir haben den Alkoran herabgelassen in der Nacht Alkadar, das ist, der Allmacht.
- Wer will dir aber genug zu verstehen geben, was die Nacht Alkadar, oder der Macht, für herrliche Vorzüge habe?
- Es ist nemlich diese Nacht, Alkadar, das ist, der Macht, weit besser, als tausend andere Monathe.
- Dann in derselben Nacht sind herabgeschickt worden die Engel und Geister, auf Befehl ihres Herrn, mit den göttlichen Rathschlüssen von allen Dingen.
- Lauter Frieden ist dieselbe Nacht, bis zu dem Aufgang der Morgenröthe.
Bearbeiten Friedrich Eberhard Boysen 1775
Das XCVII. Kapitel[15]
Alkadar[16]
Im Namen Gottes, des allerbarmherzigsten Erbarmers.
- Gewiß wir haben den Koran in der Nacht Alkadar geoffenbahrt.
- (Wer wird dir aber von der Nacht Alkadar einen gründlichen Unterricht geben können?)
- Die Nacht Alkadar ist unendlich besser als tausend Monate.
- Denn in derselben steigen die Engel und Gabriel, auf den Befehl ihres Herrn
- mit den göttlichen Rathschlüssen über alle Dinge in der Welt herab.
- Heil herrscht durch diese ganze Nacht bis zum Anbruch des Tages.
Bearbeiten Rückert 1888
97e Sure
Die Nacht der Macht
Im Namen Gottes des allbarmherzigen Erbarmers.
- Wir sandten ihn hernieder in der Nacht der Macht.
- Weißt du, was ist die Nacht der Macht?
- Die Nacht der Macht ist mehr als was
- In tausend Monden wird vollbracht.
- Die Engel steigen nieder und der Geist in ihr,
- Auf ihres Herrn Geheiß, daß alles sei bedacht.
- Heil ist sie ganz und Friede, bis der Tag erwacht.
Anm. "Die Segensformel (...) kehrt über jede Sure wieder, mit Ausnahme der neunten; wir haben sie überall weggelassen." (aus der Erläuterung der 1. Sure)
Bearbeiten Henning 1901
97 - Die Macht (El-Qadr)
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
- Siehe, wir haben ihn in der Nacht El-Qadr geoffenbart.
- Und was lehrt dich wissen, was die Nacht El-Qadr ist?
- Die Nacht El-Qadr ist besser als tausend Monate.
- Hinab steigen die Engel und der Geist in ihr mit ihres Herrn Erlaubnis zu jeglichem Geheiss.
- Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte.
Bearbeiten Henning 1901, überarbeitet Hofmann 1998
97 - Das Schicksal (al-Qadr)
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
- Wir haben ihn wirklich in der Nacht des Schicksals (oder: der Bestimmung, der Allmacht) herabgesandt.
- Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist?
- Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monate.
- In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag.
- Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte. (In dieser Nacht begann die koranische Offenbarung in einer der letzten fünf ungeraden Nächte des Monats Ramadan, vermutlich um 27. Ramadan des Jahres 610.)
Bearbeiten Sadr-ud-Din 1938
97. Die Macht (Al-Qadr)
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.
- Wir haben ja den (Koran) in der Nacht der Macht herabgesandt!
- Und weißt du, was die Nacht der Macht ist?
- Die Nacht der Macht ist besser als tausend Monate!
- Es steigen darin herab die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis zu einem jeden Auftrag.
- Friede! Bis zum Anbruch des Morgengrauens.
Bearbeiten Paret 1966
Sure 97
Die Bestimmung
- Wir haben ihn (das heißt den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
- Aber wie kannst Du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
- Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
- Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab, lauter Logos(wesen).
- Sie ist (voller) Heil (und Segen), bis die Morgenröte sichtbar wird (w. aufgeht).
Bearbeiten Kommentar 1977
Sure 97
97, 1-5 Zur ganzen Sure: K. Wagtendonk, Fasting in the Koran, Leiden 1968, S.82-122. Der Verfasser setzt sich hier auf Grund einer scharfsinnigen Analyse der einschlägigen Texte mit der schwierigen Frage auseinander, wieweit das Fasten im Ramadan und die Offenbarung des Korans aufeinander zu beziehen sind, und was es mit der lailat al-qadr für eine Bewandtnis hat. Dabei kommt er unter anderem zu folgendem Ergebnis: „The date on which Sura 97 was revealad can now be determined. Mohammed must have indicated the night of the 27th Radjab as the night of his (first) revelation, after he abolished the 'Ashura' and before the battle of Badr took place“ (S. 113). Siehe meine Besprechung, Der Islam 46, 1970, S.68f. -- inna anzalnahu fi lailati l-qadri: 44,2f.; 2, 185. Zur Sache: R. Paret, Mohammed und der Koran, S.43; W. Wagtendongk, Fasting in the Koran, Leiden 1968, S.113 (siehe oben ). -- Belege zu wa-ma adraka ma... in der Anmerkung zu 82,14-18. -- tanazzalu l-mala`ikatu war-ruhu fiha bi-idni rabbihim min kulli amrin: 16,2, mit weiteren Belegen. -- Die Deutung des präpositionalen Ausdrucks min kulli amrin ist umstritten. Siehe Wagtendonk, Fasting in the Koran, S.83f., Anm. 5 und S. 86, Anm. 3. Wagtendonk übersetzt: „by virtue of every decree“. Aber wahrscheinlich hat min partitiven Sinn und ist amr in der besonderen Bedeutung „Logos“ oder ähnlich (siehe Anmerkung zu 2,109) zu verstehen. Dementsprechend habe ich „lauter Logos(wesen)“ übersetzt (als Apposition zu „die Engel und der Geist“). Siehe auch die Anmerkung zu 44,3f. -- salaamun hiya hatta matla`i l-fagri. Siehe H. Ringgren, Islam, `aslama and mulsim, Uppsala 1949, S.10.
Bearbeiten Khoury 1987
Sure 97
Die Bestimmung (al-Qadr)
zu Mekka, 5 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
- Wir haben ihn (den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
- Woher sollst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
- Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
- Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab mit jedem Anliegen.
- Voller Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte.
Bearbeiten Ahmadiyya 1989
Der Heilige Qur-ân
Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr)
- Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.
- Wahrlich, Wir sandten ihn (den Qur-ân) hernieder in der Nacht Al-Qadr.
- Und was lehrt dich wissen, was die Nacht Al-Qadr ist?
- Die Nacht Al-Qadr ist besser als tausend Monde.
- In ihr steigen die Engel herab und der Geist nach dem Gebot ihres Herrn – mit jeder Sache
- Friede währt bis zum Anbruch der Morgenröte. [17]
Bearbeiten Azhar / Maher 1999
Sure 97
- Wir sandten ihn (den Koran) in der Nacht der Herrlichkeit herab.
- Woher kannst du wissen, was die Nacht der Herrlichkeit ist?
- Die Nacht der Herrlichkeit ist besser als tausend Monate.
- Die Engel kommen mit Gabriel auf die Erde hinunter mit Gottes Befehl und Befugnis.
- Sie ist voller Frieden bis zum Anbruch der Morgenröte.
Bearbeiten Zaidan 2000
97. Sura
Al-qadr (Al-qadr ist der Eigenname der 97. Sura. Linguistisch bedeutet Al-qadr „das Bestimmen“.) (5 Ayat)
Bismillahi r-rahmani rrahim
- Gewiss, WIR sandten ihn in der Nacht von Al-qadr hinab.
- Und was weißt du, was Al-qadr-Nacht ist?!
- Die Al-qadr-Nacht ist besser als tausend Monate.
- Die Engel und der Ruhh werden in ihr mit Zustimmung ihres HERRN wegen jeder Angelegenheit nach und nach hinabgesandt.
- Salam ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.
Bearbeiten Erläuterung zu den verwendeten Fachbegriffen
Ruhh: Etwas Eingehauchtes, Geist, Seele, Atem, Konzentrat. Der Quran, 'Isa Ibnu-Maryam ('alaihis-salam) und Dschibril ('alaihis-salam) werden als Ruhh bezeichnet.
Salam: Friede.
Bearbeiten Bubenheim & Elyas 2002
Sura 97 al-Qadr
Die Bestimmung
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
- Wir haben ihn (den Quran) ja in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
- Und was läßt dich wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
- Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
- Es kommen die Engel und der Geist in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn mit jeder Angelegenheit herab.
- Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung. [18]
Bearbeiten Bobzin 2005
Sure 97 (Das Schicksal - al-qadr)
Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers
- Siehe wir sandten ihn herab
- In der Nacht des Schicksals.
- Was läßt dich wissen, was sie ist,
- Die Nacht des Schicksals?
- Die Nacht des Schicksals,
- Besser ist sie als tausend Monde,
- Die Engel steigen nieder und der Geist in ihr,
- Mit der Erlaubnis ihres Herrn,
- Auf jegliches Geheiß.
- Friede ist sie,
- Bis daß die Morgendämmerung anbricht.
Bearbeiten Weidner 2007
Die Schicksalsnacht (Sure 97)
Im Namen des gnädigen und barmherzigen Gottes!
- Wir schickten ihn in der Schicksalsnacht.
- Kennst Du die Schicksalsnacht?
- Herrlicher als Tausend Monde ist die Schicksalsnacht:
- Die Engel kommen und der Geist,
- Zu tun das Werk auf ihres Herrn Geheiß.
- Friede herrscht dann, bis die Sonne gleißt.
Bearbeiten M. A. Rassoul
97. Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr)
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
- Wahrlich, Wir haben ihn (den Qur'an) herabgesandt in der Nacht von Al-Qadr.
- Und was lehrt dich wissen, was die Nacht von Al-Qadr ist?
- Die Nacht von Al-Qadr ist besser als tausend Monate.
- In ihr steigen die Engel und Gabriel herab mit der Erlaubnis ihres Herrn zu jeglichem Geheiß.
- Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte. [19]
Bearbeiten Heilgenlay 2007
Die Allmacht (Sure 97)
Im Namen Gottes, des Gnad' Erweisenden, Allgnädigen
- Gesandt wir ihn herab zur Nacht der Macht!
- Was lässt Dich wissen, was die Nacht der Macht?
- Die Nacht der Macht
- Ist herrlicher als tausend Mondennacht!
- In ihr herab es kommen
- Die Engel und der Odem
- Mit ihres Herrn Vollmacht
- Von jeglichem Bedacht,
- Sie Friede ist, bis [sacht]
- Der Morgenröt' Erwachen. [20]
Bearbeiten Urtext
- إِنَّا أَنزَلْنَاهُ فِي لَيْلَةِ الْقَدْرِ
- وَمَا أَدْرَاكَ مَا لَيْلَةُ الْقَدْرِ
- لَيْلَةُ الْقَدْرِ خَيْرٌ مِّنْ أَلْفِ شَهْرٍ
- تَنَزَّلُ الْمَلَائِكَةُ وَالرُّوحُ فِيهَا بِإِذْنِ رَبِّهِم مِّن كُلِّ أَمْرٍ
- سَلَامٌ هِيَ حَتَّى مَطْلَعِ الْفَجْرِ
Bearbeiten Transliterierter Urtext
97) Sūrat Al-Qadr
Bismi-llāhi-r-raĥmāni-r-raĥīmi
- 'Innā 'anzalnāhu fī laylati-l-qadri
- Wa mā 'adrāka mā lailatu-l-qadri
- Lailatu-l-qadri chairun min 'alfi schahrin
- Tanazzalu-l-malā'ikatu wa-r-rūĥu fīhā bi'idhni rabbihim min kulli 'amrin
- Salāmun hiya ĥatta maţla`i-l-fadschri [21]
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Einführende Literatur
- Hartmut Bobzin: Der Koran: Eine Einführung. 5. Auflage 2004. Beck, München 1999, ISBN 3-406-43309-X
- Hartmut Bobzin: Koranlesebuch. Wichtige Texte neu übersetzt und kommentiert. 1. Auflage 2005. Herder, Freiburg 2005, ISBN 3-451-05203-2
- Michael Cook: Der Koran: Eine kurze Einführung. Reclam, Stuttgart 2002 (UB 18232), ISBN 3-15-018232-8
- Tilman Nagel: Der Koran: Einführung-Texte-Erläuterungen. 4. Auflage. Beck, München 2002, ISBN 3-406-43886-5
- Hans Zirker: Der Koran: Zugänge und Lesarten. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, ISBN 3-534-14309-4
- Hans Zirker: Koran-Transliteration: Duisburg-Essen Publications online
Bearbeiten Weiterführende Literatur
- Adel Theodor Khoury: Der Koran: erschlossen und kommentiert. Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-72485-6
- Rudi Paret: Der Koran: Kommentar und Konkordanz. 7. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018990-5
Bearbeiten Übersetzungen
- Max Henning (Übers.): Der Koran. Reclam, Stuttgart, 1991 (UB 4206) . ISBN 3-15-004206-2. (Orig. ersch. 1901)
- Max Henning (Übers.), Murad Wilfried Hofmann (Überarb. & Komm.): Der Koran. Diederichs, München 2001, ISBN 3-7205-2188-5
- Adel Theodor Khoury (Übers.): Der Koran. 3. Auflage 2001. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1987 (1. Auflage), ISBN 3-579-00783-1
- Rudi Paret (Übers.): Der Koran. 9. Auflage 2004. Kohlhammer, Stuttgart 1966 (1. Auflage), ISBN 3-17-018328-1
- Muhammad Ahmad Rassoul (Übers.): Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim in deutscher Sprache. Islamische Bibliothek, Köln 1986. (vollständige Übersetzung) ISBN 3-8217-0212-5
- Lazarus Goldschmidt (Übers.): El Koran, das heißt Die Lesung. Berlin 1916; Komet Verlagsgesellschaft, 2000, ISBN 3-933366-64-X; Wunderkammer-Verlag, Melzer 2005 ISBN 978-3-937389-67-7
- Friedrich Rückert (Übers.), H. Bobzin (Hg.): Der Koran in der Übersetzung von Friedrich Rückert. 4. Auflage. Ergon, Würzburg 2001, ISBN 3-933563-70-4
- Hans Zirker (Übers.): Der Koran. 2., überarb. Auflage (Sonderausgabe), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, ISBN 3-89678-606-7;
- Mirza Tahir Ahmad (Hrsg.): Koran. Der Heilige Qur-ân. Arabisch und Deutsch.; Verlag Der Islam; Frankfurt 1954, letzte überarbeitete Auflage 1996, unv. nachgedruckt 2003, ISBN 3-921458-00-5
- Maulana Sadr-ud-Din (Übers.): Der Koran. Arabisch-Deutsch, Berlin 1938, 2. Aufl. 1964, o. ISBN
- Abdullah ibn Abd al-Aziz (Hrsg.): Der edle Quran und die Übersetzung seiner Bedeutungen für die deutsche Sprache, Medina 2007, o. ISBN
- Lamya Kaddor / Rabeya Müller (Übers., Kom. und Hrsg.]: Der Koran für Kinder und Erwachsene, München 2008, 2. Aufl., C.H.Beck.
Bearbeiten Übersetzungen Online
- http://qibla.appspot.com/ kombiniert eine Transliteration des arabischen Textes mit Übersetzungen, wodurch eine rasche Sichtung aller gesuchten Textstellen ermöglicht wird.
- OpenQuran bietet mehrere Übersetzungen mit allen Wurzeln der koranischen Begriffe, wobei hier jeweils die Verse 128 und 129 der Sure 9 weggelassen werden.
- 1734er Übersetzung ins Englische von George Sale im Project Gutenberg
- Poetische Koranübersetzung „Der Edle Koran in schönem Deutsch“ von Jamaluddin Heilgenlay
- Koranübersetzung Muhammad A. Rassoul (deutsch)
- Quranübertragung des König-Fahd-Komplex, die nach Aussage der Betreiber der Website in Bezug auf das Original verbessert, also verändert ist. (deutsch)
Bearbeiten Weblinks
- Hartmut Bobzin: Der Koran auf Deutsch
- Bibliography: European Studies on Translation of the Holy Qur'an
Bearbeiten Anmerkungen
- ↑ Megerlein 1772 in Die türkische Bibel Seite 16:
- ↑ Der Spiegel: "Ist Nagellack verboten?", Heft 11/2008
- ↑ DIE ZEIT: "Koran ohne Schleier", 13.3.2008
- ↑ Bobzin 1999, S. 90f.
- ↑ Helmut Gätje: Koran und Koranexegese. Artemis, 1971, S. 48f.
- ↑ http://www.halal.de/islam-fachbegriffe.pdf
- ↑ http://www.way-to-allah.com/dokument/De_edle_Quran.pdf Gratis-Download (PDF)]
- ↑ Süddeutsche Zeitung: Fromm und aufgeklärt, 14.5.2008, Autor: Matthias Drobinski
- ↑ Deutschlandradio Kultur: Erster Zugang zum Koran, Interview vom 26.3.2008
- ↑ Deutschlandradio Kultur, Rezension vom 28.5.2008, 9.33 Uhr, Autor: Thilo Guschas
- ↑ Lamya Kaddor, Rabeya Müller: Der Koran für Kinder und Erwachsene. Nachwort, München 2008, 2. Aufl., S. 227
- ↑ Welt am Sonntag, Das Heilige Buch der Lieben und Liberalen?, 13. April 2008, Autor: Till Stoldt.
- ↑ Stefan Weidners Artikel “Der Koran als Dichtung” in der FAZ vom 19. Mai 2007
- ↑ www.koranuebersetzung.de
- ↑ Zweyte verbesserte Ausgabe
- ↑ Der Originaltext ist fortlaufend und enthält nicht die hier in der Wikipedia vorgenommene Versgliederung. Anmerkung t) im Originaltext: "Die Nacht der Herrlichkeit, die Nacht der Macht. Man weiß nicht, wo diese Sure geoffenbahrt seyn soll."
- ↑ Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland
Kuran-i Kerim - ↑ deredlequran.de
- ↑ islam.de
Arabische Schrift und Sprache
Al-Islam
Projekt Gutenberg - ↑ Der Edle Koran in schönem Deutsch
- ↑ transliteration.org
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