| Vorsitzende | |
|---|---|
Lothar Bisky |
Oskar Lafontaine |
| Basisdaten | |
| GrĂŒndungsparteitag: | 16. Juni 2007 |
| GrĂŒndungsort: | Berlin |
| Vorsitzende: | Lothar Bisky Oskar Lafontaine |
| stellvertretende Vorsitzende: |
Katja Kipping Halina Wawzyniak Ulrike Zerhau Klaus Ernst |
| Bundes- geschĂ€ftsfĂŒhrer: |
Dietmar Bartsch |
| Schatzmeister: | Karl Holluba |
| Vorsitzende der Bundestagsfraktion: |
Gregor Gysi Oskar Lafontaine |
| Mitglieder: | 73.455 (Stand: 30. MĂ€rz 2008) |
| Frauenanteil: | 38,6 % |
| Staatliche Parteienfinanzierung: |
9.092.184,43 Euro (2006 Summe der VorgÀngerparteien) |
| Jugendorganisation: | Linksjugend ['solid] |
| Studierendenverband: | Die Linke.SDS |
| Website: | www.die-linke.de |
Die Linke (DIE LINKE.) ist eine Partei in Deutschland, die sich zum Demokratischen Sozialismus bekennt. Sie sieht sich politisch links von den anderen im Bundestag vertretenen Parteien.
Die Partei entstand am 16. Juni 2007 durch Beitritt der WASG zur Linkspartei.PDS. Vorsitzende sind Lothar Bisky und Oskar Lafontaine. Der Partei gehören derzeit 73.455 Mitglieder an (Stand: 30. MĂ€rz 2008). In den neuen BundeslĂ€ndern nimmt Die Linke den Stellenwert einer Volkspartei ein.[1] Im Bundestag stellt sie die viertstĂ€rkste der fĂŒnf Fraktionen mit 53 von 614 Sitzen. Die Linke ist auf europĂ€ischer Ebene Mitglied der EuropĂ€ischen Linken und wirkt im Forum der Neuen EuropĂ€ischen Linken (NELF) mit.
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltliches Profil
Die Linke hat bisher noch kein Parteiprogramm verabschiedet. Am 24. und 25. MĂ€rz 2007 wurden jedoch auf dem gemeinsamen Parteitag der Linkspartei und der WASG in Dortmund Programmatische Eckpunkte fĂŒr die neue Partei Die Linke verabschiedet. Dieses Dokument enthĂ€lt einige Grundpositionen der Linken und Eckpunkte ihrer Politik.[2] Die Linke strebt einen Demokratischen Sozialismus an und will die Ăberwindung des Kapitalismus erreichen.[3] Gleichzeitig steht sie zu einer demokratisch und sozial ausgestalteten Marktwirtschaft.[3]
Wirtschafts- und Finanzpolitik
Die Linke erkennt die Vorteile des gewinnorientierten unternehmerischen Handelns an, hĂ€lt dieses aber ohne erhebliche gesellschaftliche Schranken und Regeln fĂŒr ungeeignet, um die sozialen und ökologischen Ziele der Partei zu erreichen.
Die sozialen Sicherungssysteme sollen erneuert und eine solidarische Entwicklung global ermöglicht werden. Die öffentlichen Investitionen und andere Ausgaben in Erziehung und Bildung, Forschung, Kultur, ökologischen Umbau und öffentliche Infrastruktur sollen um mindestens 40 Milliarden Euro jĂ€hrlich angehoben werden. DafĂŒr sollen profitable Unternehmen aus Gerechtigkeit deutlich mehr Steuern zahlen. Die seit 1997 wegen Verfassungswidrigkeit der damaligen Gesetzesfassung nicht mehr erhobene Vermögensteuer soll wiedereingefĂŒhrt und die Erbschaftssteuer auf groĂe Erbschaften erhöht werden. Bei der Einkommensteuer fordert die Linke die EinfĂŒhrung eines linearen Steuertarifs, der die mittleren und unteren Einkommen entlasten soll, sowie die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 50 % (etwas unterhalb der Höhe vor der Steuerreform 2000)[4]. Weiterhin steht die SchlieĂung von Steuersparmöglichkeiten im Mittelpunkt, die nach Meinung der Linken insbesondere Vermögende und GroĂverdiener begĂŒnstigen.
Die FinanzmĂ€rkte sollen einer stĂ€rkeren staatlichen Kontrolle unterworfen werden, u. a. mit dem Ziel, die Wertpapier- und Devisenspekulation zu beschrĂ€nken. Durch VerschĂ€rfung der Kartellgesetzgebung will die Partei private wirtschaftliche Macht dezentralisieren und weiter aufteilen. Im Gegenzug sollen Genossenschaften und anderer Formen solidarischer Ăkonomie gefördert werden.
Sozialpolitik
Vertreter der Partei verwenden fĂŒr die Sozialpolitik der derzeitigen und vergangenen Regierungen den Begriff âSozialabbauâ. Soziale Risiken sollen genĂŒgend abgesichert, ein gewisser Lebensstandard im Alter soll garantiert werden.
Um diese Ziele zu erreichen, nennt Die Linke als erstes die RĂŒcknahme aller Gesetze der Hartz-Reformen, insbesondere der vierten Stufe. Stattdessen will man die sozialen Sicherungssyteme durch eine StĂ€rkung ihrer solidarischen Elemente und durch eine Erneuerung der Selbstverwaltung staatlich binden.
AuĂerdem setzt sich Die Linke fĂŒr eine bedarfsorientierte und ârepressionsfreieâ soziale Grundsicherung ein, die von Armut bedrohte Menschen beanspruchen dĂŒrfen sollen. Der Zwang zur Arbeitsaufnahme wird hingegen abgelehnt.
Die allgemeine Forderung nach höheren Löhnen verbindet die Partei mit der Hoffnung auf steigende Renten und der Verhinderung von Altersarmut. Die gesetzliche Rentenversicherung soll in eine ErwerbstĂ€tigenversicherung umgewandelt werden, in die schrittweise Angehörige aller Berufsgruppen einbezogen werden. Zudem sollen die Renten in den neuen BundeslĂ€ndern auf ein Niveau mit den alten BundeslĂ€ndern gehoben werden. Die Anhebung des Renteneintrittsalters auf ĂŒber 65 Jahre wird abgelehnt. Stattdessen werden flexible Ausstiegsmöglichkeiten vor dem 65. Lebensjahr gefordert und das Renteneintrittsalter ab 60 Jahre an (ohne AbschlĂ€ge) angestrebt.
Die Partei ĂŒbt Kritik am dreigliedrigen Schulsystem. Durch eine Abgabe der nicht ausbildenden Betriebe, etwa einer Ausbildungsplatzabgabe, erhofft sich die Partei eine Finanzierung oder eine zusĂ€tzliche Bereitstellung von zusĂ€tzlichen Lehrstellen fĂŒr Jugendliche.
Im Gesundheitswesen plĂ€diert Die Linke, Ă€hnlich wie die SPD, fĂŒr eine BĂŒrgerversicherung unter paritĂ€tischer Mitfinanzierung durch die Arbeitgeber. Die Partei kritisiert âprofitorientierte Strukturenâ im Gesundheitswesen.
Folgende Punkte sieht Die Linke als besonders wichtig an:
- Bessere Kooperation zwischen den Ărzten, KrankenhĂ€usern und allen Leistungserbringern
- Förderung von Gesundheitszentren, Zentralisierung des Gesundheitswesens
- EinfĂŒhrung einer staatlich festgelegten Positivliste fĂŒr verschreibungsfĂ€hige Arzneimittel
- Höhere Entlohnung fĂŒr das medizinische und pflegerische Personal
- GestÀrkte Rechte der Patienten
Die Linke tritt fĂŒr den Erhalt und die Ausweitung der öffentlichen kommunalen Daseinsvorsorge und die Sicherung der kommunalen Selbstverwaltung ein. Der Verkauf öffentlichen Eigentums an Wohnungen und Versorgungsunternehmen soll verhindert werden. Das Recht auf Wohnen soll in das Grundgesetz aufgenommen werden.
Arbeitsmarktpolitik
Die Linke möchte Arbeitnehmern eine aus ihrer Sicht vorenthaltene Selbstbestimmung ermöglichen und unterstreicht dabei die Bedeutung der SolidaritĂ€t. Man will sich âvon dem System entfernenâ, das vom KonkurrenzgeschĂ€ft sehr stark abhĂ€ngig sei.
Die wichtigsten Punkte sind:
- ArbeitszeitverkĂŒrzung.
- Neue ArbeitsplÀtze durch ökologischen und sozialen Umbau.[5]
- Ăffentlich geförderte und gestaltete BeschĂ€ftigungssektoren.[6]
- Eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die sich auf diejenigen konzentriert, die besonders schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
- Eine produktivitĂ€tsorientierte Lohnpolitik (das heiĂt die Reallöhne steigen im Gleichschritt mit der ArbeitsproduktivitĂ€t) und ArbeitszeitverkĂŒrzung
- Einen gesetzlichen Mindestlohn in existenzsichernder Höhe.[7][8]
- Volle soziale Absicherung aller BeschÀftigungsverhÀltnisse und Humanisierung der Arbeit.[9]
- GĂŒltigkeit der inlĂ€ndischen Sozialstandards fĂŒr alle hier Arbeitenden.
- Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge an solche Unternehmen, die hohe soziale und ökologische Standards im Inland einhalten und eine Verbesserung dieser Standards im globalen Rahmen unterstĂŒtzen.
Um diese Ziele durchsetzen zu können, sucht Die Linke aktiv die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften.
Innenpolitik, DemokratieverstÀndnis und Umsetzung
Die Linke sieht sich, wie Lothar Bisky am 16. Juni 2007 auf dem GrĂŒndungsparteitag der Linken erklĂ€rte, in der Tradition des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Devise âMehr Demokratie wagenâ, mit der er die innenpolitische Stagnation der Nachkriegszeit ĂŒberwinden wollte.[10] Als Ausgangspunkt ihrer Politik nennt Die Linke jedoch das Grundgesetz fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland, in welchem sie eine Aufforderung zum demokratischen Sozialismus erkennt.
Die Linke stellt im âKampf gegen den internationalen Terrorismusâ immer mehr EinschrĂ€nkungen der Demokratie sowie den Abbau von Grund- und Freiheitsrechten fest. Kritik wird dabei gegenĂŒber internationalen Organisationen und auch europĂ€ischen Institutionen geĂŒbt. Dem Verbreiten von Misstrauen und VerdĂ€chtigungen, insbesondere gegenĂŒber AnhĂ€ngern des islamischen Glaubens, soll eine âKultur des Dialogs und der Zusammenarbeitâ entgegengesetzt werden.
Die Linke will eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Ordnung der Gesellschaften auf Grundlage demokratischer Entscheidungen aufbauen und auch die Bevölkerung an deren Entwicklung demokratisch mitentscheiden lassen.
Die bĂŒrgerliche Mitbestimmung soll stĂ€rker in die parlamentarische Demokratie eingebunden werden. Die Partei strebt somit eine enge Verbindung von parlamentarischer und direkter Demokratie an, was durch EinfĂŒhrung von bundesweiten Volksbegehren und -entscheide ermöglicht werden soll. Die demokratische Mitwirkung soll zudem durch Planungs-, Kontroll- und Einspruchsrechte fĂŒr Umweltorganisationen, VerbraucherverbĂ€nde, Gewerkschaften, Vereine und andere zivilgesellschaftliche KrĂ€fte sowie BĂŒrger gestĂ€rkt werden. AuĂerdem schlĂ€gt Die Linke die EinfĂŒhrung von so genannten BĂŒrgerhaushalten vor: Die BĂŒrger sollen ĂŒber den Haushalt ihrer Kommune zwecks aktiverer Mitgestaltung direkt mitentscheiden dĂŒrfen. Die Linke orientiert sich am wissenschaftlichen Konzept der BĂŒrgerkommune und fordert den Ausbau der Stellung der Kommunen im föderalen System.
Zu dem Demokratisierungsprozess soll auch die StĂ€rkung der individuellen Rechte gehören. Staatliches Handeln soll durch eine neue unabhĂ€ngige Kontrollinstanz â diese Aufgabe ĂŒbernehmen bisher die Gerichte â ĂŒberprĂŒfbar sein. Jeder einzelne soll nun (auch) so vor ungerechtfertigten Zugriffen des Staats geschĂŒtzt werden. Dazu gehöre auch das Recht, selbst ĂŒber die eigenen Daten und ihre Verwendung zu bestimmen (Informationelle Selbstbestimmung). An der strikten Trennung von Polizei und Bundeswehr sowie von Polizei und Geheimdiensten wird entschieden festgehalten. Eine GrundgesetzĂ€nderung, die den Einsatz der Bundeswehr im Inland erlauben wĂŒrde, lehnt die Partei ab.
Die Linke strebt die gesellschaftliche VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber alle Formen von Wirtschaftsmacht an. Durch paritĂ€tische Mitbestimmung der BeschĂ€ftigten, ihrer Gewerkschaften sowie Vertreter der Regionen und Verbraucher soll Finanzmacht demokratischen Interessen untergeordnet werden. DarĂŒber hinaus soll der politische Streik und der Generalstreik möglich gemacht werden.
Der Begriff der Gleichstellung soll auf die Merkmale Herkunft, Geschlecht, sexuelle IdentitĂ€t, Behinderung, ethnische und religiöse Zugehörigkeit ausgeweitet werden. Allen in Deutschland und der EuropĂ€ischen Union lebenden und arbeitenden Menschen stehen nach Wunsch der Linken die gleichen Rechte zu. Um dies zu gewĂ€hrleisten, wird ein effektives und umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gefordert, das ĂŒber das bestehende hinausgeht und die Möglichkeit der Verbandsklage einschlieĂt. Zudem will man das Wahlrecht auf alle in Deutschland lebenden Menschen ausweiten. Die Linke wirbt fĂŒr eine Harmonisierung des Asylrechts in Europa.
Die unterschiedlichen in Deutschland lebenden Kulturkreise werden als Bereicherung aufgefasst und die Gestaltung der Integration der eingewanderten Bevölkerung wird als gesellschaftliche Herausforderung begriffen. FĂŒr die auf deutschem Staatsgebiet lebenden Minderheiten wird eine Erweiterung ihrer Partizipationsrechte und eine angemessene öffentliche Förderung zum Erhalt und zur Weiterentwicklung ihrer Sprachen und Kulturen gefordert. Der Rechtsextremismus bzw. Neofaschismus soll daher auch stĂ€rker geĂ€chtet und politisch bekĂ€mpft werden. Dazu gehört insbesondere die Intensivierung der antifaschistischen Bildungsarbeit. Deswegen sollen zivilgesellschaftliche Strukturen gegen Rechtsextremismus gestĂ€rkt werden, indem die finanzielle UnterstĂŒtzung entsprechender Initiativen und Beratungsteams ausgebaut wird. GröĂere Aufmerksamkeit will Die Linke der Beobachtung des Neofaschismus im internationalen Rahmen widmen.
Der Rechtsstaat soll nach sozialen und solidarischen Gesichtspunkten umgestaltet werden, was auf eine VerĂ€nderung des VerhĂ€ltnisses von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft abzielen soll. Das Sozialstaatsgebot soll durch Festschreibung der Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit und des Gebots der staatlichen Absicherung der wichtigsten Lebensrisiken konkretisiert werden. Dazu gehöre es, auch fĂŒr eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zu sorgen. Soziale Grundrechte sollen zur Durchsetzung des Sozialstaats zusĂ€tzlich in das Grundgesetz aufgenommen werden.
Umweltpolitik
Die gewĂŒnschte Wirtschaftspolitik der Partei orientiert sich nach ihrer Vorstellung am Gemeinwohl und am Umweltschutz. Das Ziel sei die Einheit von sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit.[11] So soll beispielsweise ein Steuer- und Abgabensystem entwickelt werden, das umweltfreundliches Handeln fördert und umweltschĂ€digendes Verhalten belastet, jedoch zwangslĂ€ufig auch mehr BĂŒrokratie mit sich bringt.
Vorrangiges Ziel eines ökologischen Umbaus sei eine Dezentralisierung der Stromerzeugung und -versorgung. Dazu sollen die Stromnetze verstaatlicht werden. Steigerung der Energieeffizienz,[12] Senkung des Energieverbrauchs und Ausrichtung auf erneuerbare Energien sind dabei nach EinschÀtzung der Linken zur Lösung der Energieprobleme notwendig. Die Partei möchte den Atomausstieg zusÀtzlich beschleunigen. Zudem wird der Export von Atomtechnik entschieden abgelehnt.[13]
Die Privatisierungspolitik im Verkehrswesen soll beendet, der öffentliche Personennahverkehr durch neue Angebote verbessert werden. Der GĂŒterverkehr soll stĂ€rker auf die Schiene konzentriert werden. Kerosin zum Betrieb von Flugzeugen soll besteuert werden.[14]
Weitere Ziele der Wirtschafts- und Umweltpolitik der Linken sind:
- Nachhaltiger Umgang mit natĂŒrlichen Ressourcen sowie umfassende Umweltbildung
- Umweltgerechte regionale WirtschaftskreislÀufe
- Ausbau der ökologischen Land- und Waldbewirtschaftung;[15] Verbesserung des Tierschutzgesetzes.
- ZurĂŒcknahme der stufenweisen Besteuerung von Biokraftstoffen, da diese die Entwicklung klimafreundlicher Kraftstoffe behinderten. Gleichzeitig soll darauf hingewirkt werden, dass Biokraftstoffe nur nachhaltig prodziert, bzw. nur nachhaltig produzierte Kraftstoffe importiert werden.[16]
AuĂenpolitik
Die Linke thematisiert auf dem Feld der AuĂenpolitik drei Bereiche: Verteidigungspolitik, Weltwirtschaftspolitik, Demokratisierung der UNO und die EuropĂ€ische Union.
Weltweit seien die RĂŒstungsausgaben auf ĂŒber eine Billionen US-Dollar gestiegen. Menschenrechte sollen verwirklicht werden und eine AbrĂŒstungspolitik betrieben werden.[17] Durch soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und Demokratie glaubt die Partei, StabilitĂ€t und friedliche Zusammenarbeit erwirken zu können. AuslandseinsĂ€tze der Bundeswehr werden generell abgelehnt. Die Partei fordert den Austritt Deutschlands aus MilitĂ€rbĂŒndnissen wie die NATO und strebt die Ăchtung von Krieg und MilitĂ€r an.
Die Linke fordert eine umfassende Entschuldung armer LĂ€nder und die Anhebung der Entwicklungshilfe auf ĂŒber 0,7 % des Bruttosozialprodukts der Industriestaaten. Dazu will man in den Vereinten Nationen, der WTO und der Weltbank sowie durch bilaterale VertrĂ€ge und europĂ€ischer Abkommen gegenĂŒber Lateinamerika, Afrika und Asien entsprechenden Einfluss nehmen.
Die UNO soll durch Aufwertung der Vollversammlung und Umbau des Sicherheitsrats demokratisiert und gestĂ€rkt werden. Ziel ist es, dadurch eine gerechtere Weltwirtschafts- und Sozialordnung gestalten zu können. DarĂŒber hinaus tritt Die Linke dafĂŒr ein, dass Verschleppungen, geheime GefĂ€ngnisse und Folter ĂŒber die bisherigen Abkommen hinaus weltweit geĂ€chtet werden.
Der EuropÀischen Union sollen neue Ziele gesetzt werden. Eine Militarisierung der EU wird von der Partei strikt abgelehnt und die Auflösung der US-MilitÀrbasen in Europa gefordert.
Die Linke bestĂ€tigt das Existenzrecht Israels. Die Linksfraktion im Bundestag bekennt sich zudem zu einem von SolidaritĂ€t geprĂ€gten VerhĂ€ltnis zu Kuba.[18] Auch die neuere politische Entwicklung in Venezuela und Bolivien wird grundsĂ€tzlich begrĂŒĂt.[19]
Familienpolitik
Im Bereich der Familienpolitik geht Die Linke insbesondere auf die Geschlechtergerechtigkeit ein. Dazu strebt man ein zusĂ€tzliches Gleichstellungsgesetz fĂŒr die Privatwirtschaft an. Auch sollen besondere Frauenförderungsprogramme eingefĂŒhrt werden. Die Linke kritisiert die ungleiche Entlohnung der Arbeit beider Geschlechter. Die Vereinbarung von Familie und Beruf soll durch den Ausbau von Ganztagseinrichtungen verbessert werden.
Der § 218 StGB, welcher den Schwangerschaftsabbruch nur unter gewissen Voraussetzungen erlaubt, soll abgeschafft und die Abtreibung somit völlig legalisiert werden. Die AuĂerstrafestellung der bisher ebenfalls in § 218 StGB geregelten (Fremd-)Abtreibung gegen den Willen der Schwangeren ist mit dieser Forderung politisch nicht verbunden. Gewalt an Frauen soll öffentlich geĂ€chtet und entschieden verfolgt werden.
Die Linke will Paaren das Erziehen von Kindern erleichtern, egal in welcher Beziehungsform sie zusammenleben. Hier will man insbesondere dem Wunsch von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften nachkommen.
Forschungs- und Bildungspolitik, Presse
Chancengleichheit möchte die Partei umsetzen, indem der Staat Bildung von der KindertagesstÀtte bis hin zum Studium kostenlos anbietet.
Die Linke will die vorschulische Bildung in den Vordergrund rĂŒcken, deren Bedeutung deutlich machen und diese in besonderer Weise fördern. Der anschlieĂende gemeinsame Schulbesuch soll verlĂ€ngert werden. DafĂŒr will man eine integrative Gesamtschule schaffen, die die Schuljahre eins bis mindestens neun umfasst. Ferner formuliert die Partei das Ziel, die individuelle Förderung jedes einzelnen in den Mittelpunkt zu rĂŒcken.
Im Ausbildungsbereich fordert die Partei ein Grundrecht auf einen Ausbildungsplatz.
Die Hochschulen sollen demokratisiert werden, indem profitorientierte Einflussnahme zurĂŒckgedrĂ€ngt, die öffentliche Finanzierung ausgebaut und eine drittelparitĂ€tische Selbstverwaltung eingefĂŒhrt wird. AuĂerdem soll der Zugang zu allen StudienabschlĂŒssen frei bleiben, und die ĂbergĂ€nge aus der beruflichen Bildung in die Hochschulen sollen erleichtert werden. StudiengebĂŒhren werden strikt abgelehnt.
Die Grundlagenforschung soll verstĂ€rkt werden. Die Linke tritt fĂŒr ein ausgewogenes VerhĂ€ltnis von theoretischer und anwendungsorientierter Forschung und Lehre, fĂŒr den Abbau hierarchischer Strukturen und gröĂere SelbstĂ€ndigkeit des akademischen Mittelbaus ein. Patente auf Gene von Lebewesen oder Teilen von Lebewesen, insbesondere von Menschen werden abgelehnt. Die Open-Access- und Open-Source-Bewegung findet Zuspruch bei der Linken.
DarĂŒber hinaus wird die mangelnde Finanzierung von Weiterbildung kritisiert. Ziel ist ein Bundesweiterbildungsgesetz.
Durch eine schĂ€rfere Kartellgesetzgebung will sie einer âMonopolisierungâ im Medienbereich vorbeugen und auf diese Weise Pressefreiheit und Pressevielfalt wahren. Die Rechte der Urheber gegenĂŒber den Verwertungsunternehmen sollen gestĂ€rkt werden; zugleich soll ein Ausgleich gefunden werden, damit die nichtkommerzielle Nutzung möglichst wenig einschrĂ€nkt wird.
Förderung der neuen BundeslÀnder
Die Partei plant eine gesamtdeutsche Innovations-, Investitions- und Strukturpolitik, um die Unterschiede zwischen alten und neuen BundeslÀndern zu verringern.
Die Linke hebt dabei auch Vorteile im System der DDR hervor. So sieht sie die Kinderbetreuung, das Schul- und Bildungssystem, die ökonomische Gleichstellung der Frauen mit den MĂ€nnern und ortsnahe Kultureinrichtungen in der DDR als vorbildlich an und widerspricht der generellen und unkritischen Ăbernahme jeweils entsprechender Strukturen der Bundesrepublik.
Konkret verfolgt Die Linke folgende Ziele:
- âGleicher Lohn fĂŒr gleiche Arbeitâ
- Lebenswerte Rahmenbedingungen im Osten in den Bereichen Bildung, Kultur, Freizeit und Kinderbetreuung.
- Konzentration auf die in den Regionen bedeutsamen Wirtschaftsbereiche durch spezifische regionale Entwicklungskonzepte; kooperative Verflechtung von Wachstumszentren (strukturschwachen, lÀndlichen und peripheren RÀumen).
- Förderung von Zukunftsbranchen und -unternehmen, Planungssicherheit fĂŒr die VerfĂŒgung ĂŒber Mittel aus der EU, dem Bundeshaushalt und dem Solidarpakt; Fördermittel fĂŒr finanzschwache LĂ€nder nur noch minimal kofinanzieren.
Innere Struktur
Organisationsstruktur
Die Partei ist in den BundeslĂ€ndern in LandesverbĂ€nden organisiert. Den 16 LandesverbĂ€nden sind jeweils die KreisverbĂ€nde ihres Bundeslandes zugeordnet. Unterhalb der Landesebene gibt es vorrangig in Ostdeutschland GebietsverbĂ€nde, die Kreis-, Regional- oder Bezirksverband heiĂen. Sie umfassen in der Regel einen oder mehrere Landkreise oder eine gröĂere Stadt. Die unterste Einheit der Partei ist die Basisorganisation, die je nach Mitgliederdichte ein Wohngebiet, eine Stadt oder einen ganzen Landkreis umfassen kann. Neben diesen GebietsverbĂ€nden existieren auf Bundesebene und teilweise auch auf Landes- und Kreisebene thematische ZusammenschlĂŒsse (Arbeitsgemeinschaften, Interessengemeinschaften).
Das höchste Gremium der Partei Die Linke auf Bundesebene ist der Bundesparteitag, zwischen seinen Tagungen der Parteivorstand, dessen Mitglieder vom Parteitag gewĂ€hlt werden. Der Bundesausschuss nimmt eine Kontrollfunktion gegenĂŒber dem Vorstand wahr, berĂ€t und schlichtet bei schwerwiegenden programmatischen Differenzen innerhalb des Vorstandes und zwischen verschiedenen Parteigliederungen. Er hat Initiativ- und Interventionsrecht bei Grundsatzentscheidungen.
Parteivorstand
â Hauptartikel: Die-Linke-Parteivorstand
Der Parteivorstand besteht aus 44 Mitgliedern. Lothar Bisky und Oskar Lafontaine wurden zu den Parteivorsitzenden gewĂ€hlt. Zu dem GeschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand gehören zwölf Personen, darunter die beiden Parteivorsitzenden, deren vier Stellvertreter, der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer, der Bundesschatzmeister und vier weitere Mitglieder.
Mitglieder und LandesverbÀnde
Die Linke hat in allen BundeslĂ€ndern LandesverbĂ€nde gebildet und ist in allen ostdeutschen Landtagen einschlieĂlich Berlin sowie in Bremen, Niedersachsen, Hessen und Hamburg in FraktionsstĂ€rke vertreten. Zum Zeitpunkt ihrer GrĂŒndung zĂ€hlte Die Linke nach eigenen Angaben insgesamt 69.282 Mitglieder. In den darauf folgenden Wochen kam es zu 3.000 Neueintritten. Im Bundesdurchschnitt kommen auf 100.000 Menschen etwa 89 Parteimitglieder.[20] Ihr gröĂter Landesverband befindet sich in Sachsen. In Brandenburg ist Die Linke die gröĂte Partei und hat mehr Mitglieder als die SPD oder die CDU (beide ca. 7.000 Mitglieder).[21][22]
| Landesverband | Vorsitzende/Sprecher | Mitglieder | Mitglieder pro 100.000 Einwohner |
| Baden-WĂŒrttemberg | Elke Lison Bernhard Strasdeit Franz Groll Bernd Riexinger Ursula Schorlepp |
2.335 | 22 |
| Bayern | Eva Bulling-Schröter Harald Weinberg |
2.708 | 22 |
| Berlin | Klaus Lederer | 9.177 | 269 |
| Brandenburg | Thomas Nord | 9.268 | 365 |
| Bremen | Cornelia Barth Axel Troost |
464 | 85 |
| Hamburg | Zaman Masudi Christiane Schneider Berno Schuckart Herbert Schulz |
1.155 | 65 |
| Hessen | Ulrich Wilken Ulrike Eifler |
2.180 | 36 |
| Mecklenburg-Vorpommern | Peter Ritter | 5.994 | 356 |
| Niedersachsen | Diether Dehm Kreszentia Flauger |
2.906 | 36 |
| Nordrhein-Westfalen | Ulrike Detjen Wolfgang Zimmermann |
6.388 | 35 |
| Rheinland-Pfalz | Heidi Racké Alexander Ulrich |
1.548 | 38 |
| Saarland | Rolf Linsler | 2.204 | 212 |
| Sachsen | Cornelia Ernst | 12.982 | 308 |
| Sachsen-Anhalt | Matthias Höhn | 6.124 | 254 |
| Schleswig-Holstein | Antje Jansen Lorenz Gösta Beutin |
962 | 34 |
| ThĂŒringen | Knut Korschewsky | 7.060 | 308 |
Strömungen und FlĂŒgel
Antikapitalistische Linke
Die Antikapitalistische Linke ist eine Vertreterin der Position, Regierungsbeteiligungen von programmatischen Mindestbedingungen (keine Privatisierungen, keine KriegseinsĂ€tze, kein Sozialabbau) abhĂ€ngig zu machen. Sie tritt fĂŒr die stĂ€rker antikapitalistische Ausrichtung der Partei ein. Prominente Vertreter dieses FlĂŒgels sind Sahra Wagenknecht, Tobias PflĂŒger, Cornelia Hirsch und Ulla Jelpke.
Kommunistische Plattform
Die Kommunistische Plattform (KPF) ist ein politischer Zusammenschluss innerhalb der Partei Die Linke. Die KPF tritt dafĂŒr ein, dass in der Partei kommunistische Positionen verankert bleiben und will die Bewahrung und Weiterentwicklung marxistischer Positionen innerhalb der Linkspartei. [23] Sie wird dem orthodoxen linken ParteiflĂŒgel zugeordnet. Mitglieder der Plattform sind u.a. Sahra Wagenknecht und Matthias BĂ€rwolff.
Sozialistische Linke
Die Sozialistische Linke (SL) vertritt linkskeynesianische und reformkommunistische Positionen in der Partei. Die gewerkschaftlich orientierte Sozialistische Linke strebt eine reformierte sozialistische Partei nach dem Vorbild der SP der Niederlande oder der italienischen PRC an. Vor der GrĂŒndung der Partei Die Linke war sie in der WASG in vielen Gremien vertreten. Bekannte Vertreter dieser Strömung sind Diether Dehm, Thomas HĂ€ndel, JĂŒrgen Klute und HĂŒseyin Aydin.
Netzwerk Reformlinke
Das Netzwerk Reformlinke befĂŒrwortet die Zusammenarbeit mit der SPD und den GrĂŒnen. Beispiele, in denen sich die Reformlinken durchsetzen konnten, sind die Regierungsbeteiligungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Intern sind sie besonders umstritten bei ehemaligen WASG-Mitgliedern. Die Politik der Reformlinken wurde angefĂŒhrt als ein Grund fĂŒr den Antritt der WASG Berlin zur Abgeordnetenhauswahl 2006 mit einer konkurrierenden Liste. Innerhalb der Partei sind sie mit einer eigenen Arbeitsgemeinschaft vertreten. Prominente Vertreter sind Petra Pau, Wulf Gallert, Jan Korte, Stefan Liebich und Halina Wawzyniak.
Emanzipatorische Linke
Die Emanzipatorische Linke (Ema.li) versteht sich selber nicht als FlĂŒgel, sondern als vermittelnde Strömung in der Partei, die mit kritischen Fragen und Anmerkungen versucht die FlĂŒgel auf WidersprĂŒche aufmerksam zu machen. Nach auĂen vertritt sie eine gesellschaftsliberale und emanzipatorische Sichtweise. Freiheit und Sozialismus sind nach Ansicht der Ema.li kein Widerspruch, sondern bedingen sich gegenseitig. Als politische Realforderung setzt sie sich fĂŒr eine stĂ€rkere Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen innerhalb der Partei ein. Die Mehrzahl ihrer FĂŒrsprecher kommt aus Sachsen. Initiatorinnen waren Katja Kipping, Caren Lay und Julia Bonk.
Forum demokratischer Sozialismus
Das Forum Demokratischer Sozialismus spiegelt vor allem Meinungsbilder wider, die in der Linkspartei.PDS verbreitet waren. Die Strömung möchte die Partei weiterhin in Regierungen sehen und ĂŒber Reformen in die Gesellschaft wirken. Zudem sollen Errungenschaften der PDS auch in der neuen Linken bewahrt werden, dazu zĂ€hlen z. B. die Frauenquote und eine starke Ausrichtung auf die Bewahrung und den Ausbau von BĂŒrgerrechten. Das Forum Demokratischer Sozialismus steht dem Netzwerk Reformlinke nahe und ist gemeinsam mit der Sozialistischen Linken die einzige Strömung, die sich auch selbst als solche bezeichnet und den Status eines anerkannten Zusammenschlusses in der Partei besitzt. Koordinatoren des Forums sind Stefan Liebich, Inga Nitz und Caren Lay.
Finanzen
Vermögen der VorgÀngerparteien
Das Parteivermögen besteht aus den GeldbestĂ€nden der ehemaligen WASG und dem Vermögen der Linkspartei.PDS. Auf nicht rechtmĂ€Ăig zustandegekommenes Vermögen aus der DDR-Zeit erhebt die Partei keine AnsprĂŒche. Solches Vermögen von Parteien und VerbĂ€nden der DDR steht auch dann dem Staat zu, wenn es erst heute nachtrĂ€glich aufgefunden wird.
GeldflĂŒsse und Reinvermögen
Insgesamt umfasst das Parteivermögen dem aktuellen Rechenschaftsbericht zufolge etwa 18 Millionen Euro. Etwa 40â45 % ihrer Einnahmen erzielt Die Linke aus BeitrĂ€gen ihrer Mitglieder (ohne EL-BeitrĂ€ge), MandatstrĂ€gerbeitrĂ€ge machen etwa 7â8 % der Einnahmen bei der Partei aus. Aus Spenden flieĂen der Partei etwa 10 % ihrer Einnahmen zu, wobei nur ein unwesentlicher Bruchteil von Unternehmen und anderen nicht-natĂŒrlichen Personen stammt. Etwa 35â40 % der Einnahmen der Partei flieĂen aus der staatlichen Parteienfinanzierung. Bei den anderen Bundestagsparteien flieĂen verhĂ€ltnismĂ€Ăig mehr Gelder aus Spenden im Vergleich zu den BeitrĂ€gen. Etwa ein Drittel der Ausgaben der Linkspartei sind Personalkosten.
Wirtschaftsbeteiligungen und Grundvermögen
Das Grundvermögen der Partei Die Linke wird mit rund fĂŒnf Millionen Euro bewertet. Die Unternehmensbeteiligungen der Partei haben einen Gesamtwert von unter zwei Millionen Euro.
Zum zweifelsfrei als rechtmĂ€Ăig ermittelten Vermögen der Linken gehören folgende Unternehmen:
- Hotel am Wald Elgersburg GmbH
- Vulkan GmbH (Unternehmensbeteiligungen und GrundstĂŒcke, unter anderem das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin)
- FEVAC GmbH (Unternehmensbeteiligungen)
- BĂ€renDruck Mediaservice (anteilig; Druckerei/Werbeservice)
- Neues Deutschland (anteilig; Tageszeitung; hĂ€lt 51 % der MVVG Medien-, Versand- und Vertriebsgesellschaft mbH und Minderheitsanteile an neun weiteren Presse-Vertriebsgesellschaften. Sie besitzt 90 % der Tochterfirma GrundstĂŒcksgesellschaft Franz-Mehring-Platz 1 GmbH)
- Karl Dietz Verlag GmbH (Buchverlag)
Staatliche Finanzierung von Nebenorganisationen
Die Linke hat nach geltender Rechtslage Anspruch auf staatliche Beihilfen fĂŒr ihre kommunalpolitischen Foren, ihre Bundes- und Landesstiftungen sowie ihren Jugendverband auf Bundesebene und in mehreren BundeslĂ€ndern. Sie erhĂ€lt zum Teil keine oder deutlich geringere BetrĂ€ge, als ihr nach bisher ĂŒblicher Praxis zustehen und fĂŒhrt deswegen auf Bundesebene und in mehreren BundeslĂ€ndern Prozesse.
Arbeitsgemeinschaften
Innerhalb der Linken nehmen die sogenannten Arbeitsgemeinschaften und Plattformen eine sehr starke Rolle ein. Sie beeinflussen den internen Meinungsbildungsprozess. Innerparteiliche ZusammenschlĂŒsse können in der Linken durch die Mitglieder gebildet werden. Zu Parteitagen stellen sie je nach GröĂe einige Delegierte. Sie setzten sich entweder speziell mit einem politischen Themenfeld auseinander (z. B. Ăkologische Plattform, AG Betriebe- und Gewerkschaften, AG Bildungspolitik) oder sie dienen als Sammelbecken eines ParteiflĂŒgels (z. B. Geraer Dialog/Sozialistischer Dialog, Netzwerk Reformlinke oder die Kommunistische Plattform). Die meisten ZusammenschlĂŒsse haben ihren Ursprung in der PDS, doch wird sich ihre Zusammensetzung in der neuen Partei schrittweise verĂ€ndern. Einige Rechte, die sich die Arbeitsgemeinschaften 1989/90 innerparteilich erkĂ€mpft hatten, sind durch die neue Satzung jedoch erheblich beschnitten worden. So existieren neuerdings mehrfache HĂŒrden, um als AG anerkannt zu werden und Mandate zu erhalten.
Eine Ăbersicht ĂŒber die verschiedenen innerparteilichen ZusammenschlĂŒsse findet sich in der Navigationsleiste am Ende des Artikels.
Parteinahe Organisationen
Zu den âparteinahen Organisationenâ gehört der Jugendverband Linksjugend ['solid], der Studierendenverband Die Linke.SDS, der Stiftungsverbund aus Rosa-Luxemburg-Stiftung und 16 landesweiten angeschlossenen Vereinen mit teilweise eigenem Namen, die ehemals WASG-nahe Bildungsgemeinschaft Salz, kommunalpolitische Bildungsvereine in mehreren BundeslĂ€ndern â die meist den Namen Kommunalpolitisches Forum tragen, der parteinahe Unternehmerverband OWUS, der weiter bestehende WASG-VorgĂ€nger WAsG e.V. sowie das Jugendbildungswerk e. V. Der im Parteiumfeld gegrĂŒndete Freie TrĂ€ger Roter Baum e. V. ist organisatorisch nicht mit der Partei verbunden, analog zu den Falken bei der SPD steht er aber den Werten des Demokratischen Sozialismus nahe und ist ĂŒber enge personelle Verflechtungen angebunden.
Siehe auch: Historische Jugendstrukturen der Partei Die Linke
Beobachtung durch den Verfassungsschutz
Im Verfassungsschutzbericht fĂŒr das Jahr 2006 hatte das Bundesamt Anhaltspunkte fĂŒr verfassungsfeindliche Bestrebungen der damaligen Linkspartei. PDS bejaht und in direktem Anschluss daran fĂŒr die neue Partei ausgefĂŒhrt: âEs bleibt abzuwarten, wie sich die Linkspartei. PDS insbesondere nach der angestrebten Fusion mit der nicht extremistischen WASG entwickeln wird.â[24] Da eine Beobachtung fortlaufend am VerhĂ€ltnismĂ€Ăigkeitsgrundsatz zu messen ist, wurde die inzwischen erfolgte Fusion von Linkspartei und WASG zum Anlass genommen, die bisherige Beobachtungspraxis zu ĂŒberprĂŒfen.[25] Im Jahr 2007 stand die Partei weiter unter der Beobachtung durch das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz. Eine Fortsetzung der Beobachtung wurde im Mai 2008 durch den Bundesinnenminister angekĂŒndigt.
Die Innenminister der CDU/CSU regierten BundeslĂ€nder Hessen, Baden-WĂŒrttemberg und Bayern haben angekĂŒndigt, in ihren BundeslĂ€ndern Die Linke durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Das Innenministerium des Saarlandes teilte im Januar 2008 mit, seine Beobachtung einzustellen.[26] Der baden-wĂŒrttembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) will weiterhin an einer Beobachtung festhalten: âIch bezweifle, ob Die Linke ĂŒberhaupt auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung steht.â Was auf dem Vereinigungsparteitag von WASG und Linkspartei gesagt wurde, sei aus seiner Sicht âerschreckendâ.[27] Die Landesbehörden fĂŒr Verfassungsschutz sind sich jedoch momentan noch uneinig, ob Die Linke beobachtet werden soll. In den ostdeutschen BundeslĂ€ndern sehen die LandesĂ€mter von einer generellen Beobachtung der Linken ab, da fĂŒr sie keine Anzeichen eines verfassungsfeindlichen Verhaltens der Gesamtpartei vorliegen. Lediglich die Kommunistische Plattform ist davon ausgenommen, welche auch in drei LĂ€ndern Ostdeutschlands beobachtet wird.[27] Einige Landesbehörden in den alten BundeslĂ€ndern wollen eine gemeinsame Entscheidung aller LandesĂ€mter und des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz abwarten.
Einige einzelne Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion werden separat durch den Verfassungsschutz beobachtet. Nach der ParteigrĂŒndung kĂŒndigte der Bundestags-Fraktionsvize Bodo Ramelow deshalb eine Organklage vor dem Bundesverfassungsgericht an, welche am 20. Juni 2007 eingereicht wurde.[28] Am 17. Januar 2008 stellte das Verwaltungsgericht Köln[29] in einem anderen Verfahren die Rechtswidrigkeit der persönlichen Beobachtung des Abgeordneten Ramelow fest. Im betreffendem Urteil betonte das Gericht jedoch, dass es sich dabei nicht um ein Grundsatzurteil darĂŒber handele, ob der Verfassungsschutz Informationen ĂŒber Landtags- oder Bundestagsabgeordnete im Allgemeinen, sowie die Mitglieder der betreffenden Fraktionen der Linken im Besonderen, sammeln dĂŒrfe.[30]
Geschichte
Die Partei Die Linke entstand aus der Verschmelzung zweier anderer Parteien, einerseits der Linkspartei.PDS, die bis 1989 unter dem Namen Sozialistische Einheitspartei Deutschlands als regierende Staatspartei der DDR fungierte, und andererseits der WASG, die 2004 regierungskritische SPD-Mitglieder und Gewerkschafter zunĂ€chst als Verein grĂŒndeten.
Geschichte des Linkspartei.PDS-Teils
â Hauptartikel: Geschichte der SED (1946â1990), Geschichte der PDS (1990â2007)
Die Linkspartei.PDS war als (1946 gegrĂŒndete) SED bis 1989 Staatspartei der Deutschen Demokratischen Republik. In der Wendezeit benannte sich die SED zunĂ€chst in PDS und 2005 in Linkspartei.PDS um.
Geschichte des WASG-Teils
â Hauptartikel: Geschichte der WASG
Am 16. Juni 2007 trat die bis dahin eigenstÀndige WASG der Partei Die Linke.PDS bei.
Fusion von Linkspartei.PDS und WASG
Vor der Fusion war die PDS eher in Ostdeutschland verankert. Der Prozess zur Bildung einer gesamtdeutschen linken Partei begann dann im Jahre 2004, als regierungskritische SPD-Mitglieder und Gewerkschafter zunĂ€chst den eher westdeutsch geprĂ€gten Verein Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit e.V. grĂŒndeten, welcher im Januar 2005 in die Partei WASG umgewandelt wurde.
Im Juni einigten sich PDS und WASG, bei der Bundestagswahl 2005 nicht zu konkurrieren.[31] Zu Spitzenkandidaten wurden die heutigen Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi und Oskar Lafontaine gewÀhlt.
Im Juli nahm die PDS eine Umbenennung in Linkspartei.PDS vor. Bei der Wahl am 18. September 2005 erreichte das LinksbĂŒndnis 8,7 % der Stimmen und wurde somit im Bundestag die viertstĂ€rkste Kraft. Die GewĂ€hlten grĂŒndeten im Bundestag eine gemeinsame Fraktion.
Im MĂ€rz 2007 wurden auf einem Doppelparteitag der Linkspartei.PDS und der WASG in Dortmund endgĂŒltig die Weichen fĂŒr eine Fusion gestellt. 96,9 % der Delegierten der Linkspartei sowie 87,7 % der WASG stimmten fĂŒr die Fusion. Bei einer darauf folgenden Urabstimmung stimmten 96,9 % der Mitglieder der Linkspartei und 83,9 % der WASG-Mitglieder fĂŒr die Fusion. Diese wurde juristisch dadurch bewerkstelligt, dass die WASG rein rechtlich der Linkspartei beitrat, welche in diesem Zusammenhang in Die Linke umbenannt wurde.
Am 16. Juni 2007 fand schlieĂlich der GrĂŒndungsparteitag der neuen Partei Die Linke in Berlin statt.[32] Bei der dortigen Abstimmung ĂŒber die GrĂŒndung der neuen Partei stimmte ein Delegierter dagegen, zwei enthielten sich.
Umgang mit der eigenen Parteigeschichte
Die Geschichte und ihre Vergangenheit dieser zwei Parteien und ihrer VorgĂ€ngerorganisationen bis zu ihrer Verschmelzung ist damit Bestandteil der Geschichte der Partei Die Linke. Die politischen Wurzeln reichen ĂŒber SED, PDS bzw. SPD hinaus bis zur KPD, VKPD, USPD, Spartakusbund, SDAP, ADAV und der deutschen Arbeiterbewegung.
Rechtlich gesehen sind SED, PDS, Linkspartei und Die Linke die gleiche juristische Person. Wegen der deutlichen politischen, programmatischen und personellen Unterschiede wird zuweilen der Begriff Nachfolgepartei verwendet. Die Linke setzt sich mit der Geschichte und den daraus resultierenden Anfragen und VorwĂŒrfen auseinander, insbesondere den Stasi-VorwĂŒrfen.
Erfolge bei Wahlen
Nach den Wahlerfolgen in den westdeutschen BundeslĂ€ndern Bremen, Niedersachsen und Hessen rechnen Parteiforscher mit einer dauerhaften Etablierung der Linken als feste GröĂe im bundesdeutschen Parteiensystem (FĂŒnf-Parteien-System).[33] Dieser Trend wurde auch bei den darauffolgenden Wahlen zur BĂŒrgerschaft in Hamburg bestĂ€tigt.
Hochburgen
Am stĂ€rksten ist die Partei in Ostdeutschland vertreten. In den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen ist sie die mitgliederstĂ€rkste Partei. Hier erzielt sie regelmĂ€Ăig Direktmandate bei Landtagswahlen. Bei Bundestagswahlen wurden seit 1994 in Berlin stets PDS-Kandidaten direkt in den Bundestag gewĂ€hlt. Zuletzt waren dies bei der Bundestagswahl 2005 die Kandidaten der Wahlkreise Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg.
Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen 2008 wurde das beste und fĂŒr westdeutsche VerhĂ€ltnisse starke Ergebnis von 13,3 % im Wahlkreis Hannover-Linden erzielt. Ăber zehn Prozent kam die Partei in Wahlkreisen in Hannover, Braunschweig, Göttingen, Oldenburg, Wilhelmshaven und Delmenhorst.
Mit einer Ausnahme befindet sich die Partei in den LĂ€nderparlamenten, in denen sie vertreten ist, in der Opposition. Zum Zeitpunkt der Fusion war sie nur in Berlin unter dem Regierenden BĂŒrgermeister Klaus Wowereit (SPD) Koalitionspartner der SPD und Teil der Regierung.
Daneben stellt sie die LandrĂ€te der Kreise Landkreis Wittenberg, Landkreis RĂŒgen, Landkreis Ostvorpommern und BĂŒrgermeister von Berliner Bezirken.
Bundestagsfraktion
Die Linke stellt 53 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Der ĂŒber die gemeinsame Liste von Linkspartei.PDS und WASG gewĂ€hlte fraktionslose Abgeordnete Gert Winkelmeier war im Februar 2006 nach der so genannten Bordell-AffĂ€re aus der Linksfraktion ausgetreten, ist aber weiterhin Mitglied der Partei.[34]
Siehe auch
- Historische Jugendstrukturen der Partei Die Linke
- Politische Parteien in Deutschland
-
Wikinews: Portal:Die Linke â Nachrichten
Einzelnachweise
- â Tina Hildebrandt und Bernd Ulrich: Im Osten ist die Ex-PDS Volkspartei â und die SPD oft eine Splitterpartei In: ZEIT online. 30. August 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Programmatische Eckpunkte der Linken
- â a b Programmatische Eckpunkte, Teil III "Unsere Alternative: Soziale, demokratische und friedensstiftende Reformen zur Ăberwindung des Kapitalismus"
- â Antrag der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag: Einkommensteuertarif gerecht gestalten â Steuerentlastung fĂŒr geringe und mittlere Einkommen umsetzen
- â Linksfraktion: Arbeit im Energiesektor (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Ăffentlich finanzierte BeschĂ€ftigung (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Harald Werner, Die Linke (Hrsg.): Und kein bisschen Mindestlohn 19. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Mindestlohn (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: KĂŒndigungsschutz (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Die neue Linke sieht sich auf Platz drei In: netzeitung.de. 16. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Nachhaltigkeit als Leitprinzip (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Energieeffizienz (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Erneuerbare Energien statt Atomphantasien (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Verkehrspolitik (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Linksfraktion: Landwirtschaft (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Deutscher Bundestag (Hrsg.): Linke: Stufenweise Besteuerung von Biokraftstoffen zurĂŒcknehmen In: heute im bundestag. 19. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Deutscher Bundestag (Hrsg.): Linke nimmt Export von Kleinwaffen in den Blick In: heute im bundestag. 15. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Diether Dehm und Wolfgang Gehrke, Linksfraktion (Hrsg.): âErinnerung und Zukunft: Cuba und Fidelâ 30. November 2006 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Oskar Lafontaine: Mit Hugo ChĂĄvez fĂŒr die Freiheit In: Welt Online. 7. Juli 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Dutzende GewerkschaftsfunktionĂ€re und BetriebsrĂ€te treten der Linken bei In: Spiegel Online. 9. Juli 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Die Linke: Mitgliederzahlen nach LandesverbĂ€nden (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â SPD Brandenburg: WIR ĂBER UNS (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Homepage "Die Linke": Kommunistische Plattform der Partei Die Linke
- â Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz, Bundesministerium des Innern (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2006. 2007, S. 172 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Interview mit dem PrĂ€sidenten des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz Heinz Fromm In: FAZ. 27. Januar 2008 (Stand: 8. April 2008).
- â Die Linke â keine GefĂ€hrdung fĂŒr die Verfassung In: tagesschau.de. 16. Januar 2008 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â a b Neue Linke verunsichert VerfassungsschĂŒtzer In: netzeitung.de. 18. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Miriam Hollstein: Linke reicht Klage gegen Bundesregierung ein In: Welt Online. 21. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Aktenzeichen: 20 K 3077/06, 20 K 6242/03
- â Beobachtung von Linkspartei-Politiker verboten In: Welt Online. 17. Januar 2008 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Falk Heunemann: Die Kooperation der PDS und der WASG zur Bundestagswahl 2005 (PDF) 15. Januar 2006 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Der lange Weg zur GrĂŒndung der âLinkenâ In: tagesschau.de. 15. Juni 2007 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Corinna Emundts: Parteien mĂŒssen radikal umdenken In: tagesschau.de. 29. Januar 2008 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
- â Alwin Schröder: Rotlicht statt rote Fahne In: Spiegel Online. 13. Februar 2006 (Stand: 16. MĂ€rz 2008).
Literatur
- Michael Brie (Hrsg.): Die Linkspartei. UrsprĂŒnge, Ziele, Erwartungen. Karl Dietz Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-320-02072-2.
- Uwe Jun, Henry Kreikenbom, Viola Neu: Kleine Parteien im Aufwind. Zur VerÀnderung der deutschen Parteienlandschaft. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3593380153.
- Ulrich Maurer, Hans Modrow: Links oder lahm? Die neue Partei zwischen Auftrag und Anpassung. Das Neue Berlin, Berlin 2006, ISBN 3360010795.
- Tim Spier/Felix Butzlaff/Matthias Micus/Franz Walter (Hrsg.): Die Linkspartei. ZeitgemĂ€Ăe Idee oder BĂŒndnis ohne Zukunft?. Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 9783531149417.
Weblinks
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